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Umschulung


Unter einer Umschulung versteht man eine verkürzte Ausbildung. Eine Umschulung kann nur machen, wer schon einen Beruf erlernt hat oder entsprechende Berufserfahrung hat. Deshalb kann die zweite Ausbildung verkürzt werden (=Umschulung).

Sie ist also eine Möglichkeit, sich für eine neue Arbeitstätigkeit zu qualifizieren, wenn der alte Beruf, z.B. aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr ausgeübt werden kann.

Eine Umschulung endet mit der Prüfung vor der zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, etc.). Sie führt so z.B. zu einem anerkannten IHK-Berufsabschluss oder zu einem Gesellenbrief. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden auch Lehrgänge oder Fortbildungen als Umschulung bezeichnet, die nicht zu einem anerkannten Berufsabschluss führen.

Die Dauer der Umschulung richtet sich nach der eigentlichen Ausbildungsdauer des jeweiligen Berufs. Meistens haben die kaufmännische Ausbildungen eine Ausbildungszeit von 3 Jahren (= 24 Monate Umschulungszeit) und die technischen Berufe 3,5 Jahre (= 30 Monate Umschulungszeit).


Umschulung - Hintergrund
Eine Umschulung wird dem Bereich der beruflichen Weiterbildung zugeordnet, damit also der Erwachsenen- und Weiterbildung.

Auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich im ständigen Strukturwandel einen sich verändernden Bedarf und andere Anforderungen an die Ausbildung der benötigten Arbeitnehmer.

In Deutschland werden Umschulungen häufig von der öffentlichen Hand, meistens der Bundesagentur für Arbeit, manchmal auch der Bundeswehr, oder als Reha-Leistung (Berufsgenossenschaft, Deutsche Rentenversicherung, Versicherungen, etc.) finanziert.


Umschulung - die Gründe
Gründe, eine Umschulung zu absolvieren sind z.B.: - eine längere Auszeit (Krankheit, Kindererziehung, etc.), wegen der man im alten Beruf keinen Fuß mehr fassen kann - eine Berufskrankheit - nicht mehr genügend Nachfrage im alten Beruf - der alte Beruf lag einem auch einfach nicht mehr.


Ausbildungsorte und -angebote einer Umschulung
Je nach gewünschtem Beruf werden drei Formen der Umschulung unterschieden:

1. Betriebliche Umschulung Dies ist eine Umschulung nach dem Berufsbildungsgesetz BBiG (duales System). Die Umschulung wird wie eine Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb absolviert. Parallel zu der betrieblichen Tätigkeit besuchen Umschüler den Berufsschulunterricht an einer staatlichen Schule vor Ort. Dieser Schulbesuch ist nicht verpflichtet aber empfehlenswert. Der Lebensunterhalt wird in dieser Zeit entweder durch die Ausbildungsvergütung oder durch Unterhaltsleistungen des Leistungsträgers (Agentur für Arbeit, Rentenversicherung, etc.) finanziert. Es entstehen keine weiteren Kosten.

2. Schulische Umschulung Manche Berufe werden nicht betrieblich ausgebildet, sondern an Berufsfachschulen. Meistens sind Praktika Teil der Ausbildung. Schulen zahlen keine Ausbildungsvergütung, sondern kosten eher noch Schulgeld. Es sind also neben den Unterhaltskosten noch weitere Kosten abzudecken, die von einem Leistungsträger (Agentur für Arbeit, Rentenversicherung, etc.) übernommen werden können.

3. Überbetriebliche Umschulung bei einem Bildungsträger Der Bildungsträger übernimmt die Funktion des Ausbildungsbetriebs. In Übungswerkstätten oder -firmen erlernen die Umschüler den Beruf. Praktika in Betrieben sind Bestandteil der überbetrieblichen Umschulung. Diese Bildungsgträger, auch Berufsförderwerke genannt, gibt es mit oder ohne Internatsunterbringung. Die Bildungsträger erhalten für die Ausbildung eine Vergütung, die meistens mehrere hundert Euro im Monat beträgt. Es sind also neben den Unterhaltskosten noch weitere Kosten abzudecken, die von einem Leistungsträger (Agentur für Arbeit, Rentenversicherung, etc.) übernommen werden können.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet in einer zentralen Datenbank Kursnet [1] eine Vielzahl von geförderten Maßnahmen an. Regionale Weiterbildungsdatenbanken (wie z.B. Berlin/Brandenburg und Mecklenburg -Vorpommern)ergänzen diese Angebote. In vielen Zeitungen finden sich an jedem Wochenende Angebote von zahllosen Bildungsinstituten, die Kurse für Umschüler anbieten. Als weiteres Beispiel seien die bundesweit 27 Berufsförderungswerke (BFW) mit 15.000 Ausbildungsplätzen genannt. Beim regionalen Arbeitsamt gibt es in der Regel Informationmaterialien von den örtlichen Bildungseinrichtungen. Diese Institute leben hauptsächlich vom Haushalt der Bundesagentur für Arbeit und anderen Töpfen der öffentlichen Hand - ein Milliardenbudget.

Eine sehr gute Informationsquelle für viele Berufe ist die Datenbank Berufenet.


Finanzierung einer Umschulung
Der Teilnehmer muss ebenfalls förderwürdig sein. Über den sogenannten Bildungsgutschein werden diese Maßnahmen von Arbeitsagenturen und den Jobcentern finanziert. Früher richtete sich das zum Teil auch nach Region und Stadtteil des Wohnsitzes. Heute ist ein Wohnsitzwechsel nur noch ratsam, wenn das Budget des örtlichen Arbeitsamtes definitiv verbraucht ist.

Die Kosten für Umschulungen sind hoch. Geht man von Maßnahmekosten von 500 Euro monatlich und von Unterhaltskosten von 1000 Euro monatlich aus, kostet eine Umschulung z.B. 36.000 Euro. Diese Kosten wirken hoch - sind aber gering im Vergleich zu den staatlichen Unterhaltskosten für einen jahrelang nicht erwerbstätigen Arbeitnehmer.

Falls ein Leistungsträger die Zusage zur Finanzierung einer Umschulung ausspricht, wird er sämtliche anfallenden Kosten wie z.B. Unterhalt, Sozialversicherung, Fahrtkosten und gegebenenfalls Unterbringungskosten (wenn Schulungsort oder Praktikumsstelle weit auswärts liegen) übernehmen.


Sozialversicherungspflicht und Arbeitslosengeld
Bei betrieblichen Umschulungen sind durch die Arbeitgeber Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung in Höhe von derzeit (2006) monatlich 1,59 Euro abzuführen (hinsichtlich Verfahren und Höhe siehe den Artikel in den Weblinks). Dies gilt aber nur, wenn der Betrieb überhaupt Ausbildungsvergütung bezahlt.

Daraus resultieren, nach Ende der Umschulungsmaßnahme neue Arbeitslosengeld I-Ansprüche des Umschülers. Häufig kennen sich weder die Arbeitgeber noch die Krankenkassen, an die die Beiträge abgeführt werden müssen, und letztlich auch nicht die Arbeitsagenturen aus.

Der Umschüler erlangt den Arbeitslosengeld I-Anspruch (360 Tage) jedoch auch, wenn sein Arbeitgeber keine Beiträge abgeführt hat.


Umschulung - Eigenverantwortung
Man sollte sich das Institut vorher sehr gut anschauen (wie kompetent und qualifiziert wirken die Mitarbeiter des Institutes, wie glücklich sind die Teilnehmer, wie sehen die Räume aus, welche Hardware und Ausstattung gibt es, können zusätzliche Zertifikate erworben werden (MCSE, LCCI usw.).

Gegenüber dem Arbeitsamt muss man sehr beharrlich sein. Zusagen entpuppen sich als Absagen, aus Absagen werden plötzlich Zusagen. Und bewilligte Mittel (gleich Gelder) für den Lebensunterhalt kommen monatelang nicht an, wenn man nicht nachhakt.

In der Maßnahme muss man schon 6 Monate vor Praktikumsbeginn mit den Bewerbungen um einen Praktikumsplatz beginnen. An seinen Bewerbungsmappen sollte man hart arbeiten und den Rat Dritter in Anspruch nehmen.

Vorteilhaft für ein Praktikum sind namhafte Unternehmen und insbesondere die, welch auch verantwortungsvollere Tätigkeiten zu bieten haben. Die Möglichkeit, Gelerntes umsetzen zu können, ist sehr wichtig.

Für die Interessenten ist es wichtig, sich die eigenen Fähigkeiten und Neigungen zu besinnen und zu überlegen, in welchen Branchen die eigene berufliche Perspektive liegen könnte.


Rechtsgrundlagen der Umschulung
Sozialgesetzbuch III (SGB III) (Arbeitsförderungsreformgesetz)
Berufsbildungsgesetz (BBIG)
ESF-Verordnung (Europäischer Sozialfonds)

Quelle : Arbeitsagentur.net


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